Aufgaben des EMR

Das ErfahrungsMedizinische Register (EMR) setzt sich ein für die Qualitätssicherung in der Erfahrungsmedizin – für einen hohen schweizweiten Therapiestandard und zum Schutz der Patienten. Therapeuten, welche die Qualitätskriterien des EMR erfüllen, werden registriert und erhalten das EMR-Qualitätslabel. Langjährige Erfahrung und ein umfangreicher Daten- und Wissenspool machen das EMR zu einem Kompetenzzentrum für Erfahrungsmedizin im Schweizer Gesundheitssystem.

Qualitätssicherung

Das EMR leistet einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung in der Erfahrungsmedizin. Dabei stützt sich das EMR auf die Zusammenarbeit mit Sachverständigen der Versicherer, mit Vertretern von Schulen und Verbänden und mit weiteren Experten. Das Qualitätslabel des EMR basiert auf einer Vielzahl von Qualitätskriterien, den sogenannten Registrierungsbedingungen. Zu den Registrierungsbedingungen zählen beispielsweise die Ausbildung des Therapeuten, seine praktische Erfahrung, sein Leumund oder die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung. Das EMR prüft diese Qualitätskriterien bei jedem Therapeuten, der sich beim EMR registrieren lassen möchte. Erst wenn ein Therapeut nachweislich das EMR-Reglement erfüllt, das zum Zeitpunkt seines Gesuchs gilt, erhält er das EMR-Qualitätslabel. Das EMR-Qualitätslabel steht somit für einen hohen Therapiestandard, der für viele Schweizer Versicherer eine Voraussetzung ist, um erfahrungsmedizinische Leistungen im Rahmen einer privaten Zusatzversicherung zu vergüten.

Die Ausrichtung an definierten und publizierten Qualitätskriterien macht die Entscheide des EMR sowohl vorhersehbar als auch nachvollziehbar und schützt den Therapeuten vor willkürlichen Entscheiden.

Qualitätssicherung in der Erfahrungsmedizin ist eine komplexe Aufgabe. Das Ziel des EMR ist eine systematische und transparente Qualitätssicherung. Das EMR-Team ist sich seiner fachlichen und moralischen Verantwortung bei der Erfüllung dieser Aufgabe bewusst.

Patientenschutz

Im Bereich der Erfahrungsmedizin gibt es bis heute nur wenige offiziell anerkannte Ausbildungen. Dies bedeutet, dass sich theoretisch jeder «Therapeut» nennen und Behandlungen vornehmen kann, auch wenn er über keine oder nur eine ungenügende Ausbildung verfügt.

Das Qualitätslabel des EMR leistet einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Patienten. Denn das EMR-Qualitätslabel erhalten nur Therapeuten, welche die Qualitätskriterien des EMR erfüllen und damit einem hohen schweizerischen Therapiestandard entsprechen.

EMR-Liste der registrierten Therapeuten

Seit der Revision des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) werden die Kosten für erfahrungsmedizinische Leistungen nicht-ärztlicher Therapeuten nur über Zusatzversicherungen vergütet. Entsprechend haben die Versicherer ein grosses Interesse an Systemen, mit denen die Qualität von Therapeuten sichergestellt werden kann. Das EMR bietet ein Qualitätssicherungssystem an, dessen Endprodukt – die EMR-Therapeutenliste – heute von einer grösseren Zahl von Versicherern in der einen oder anderen Form verwendet wird. Die Namen der Versicherer, die beim EMR eine Therapeutenliste beziehen, finden sich auf der Methodenliste.


Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass das EMR nicht im Auftrag der Versicherer arbeitet. Das EMR ist eine Abteilung der Eskamed AG, einer privatrechtlichen Aktiengesellschaft, an der die Versicherer nicht beteiligt sind. Ob und in welcher Art die Versicherer auf das EMR-Qualitätslabel oder auf andere Systeme abstellen, entscheidet jeder Versicherer selbst.