Sympathico-Therapie

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Bei der Sympathico-Therapie handelt es sich um eine besondere Form von Reflexzonenmassage, bei der die Nasenschleimhaut des Patienten stimuliert wird.

Die Reizung der Nasenschleimhaut zu Heilzwecken und zur Anregung des Organismus wurde schon in alten Kulturen praktiziert. So gibt es zum Beispiel Darstellungen aus den Zeiten der ägyptischen Pharaonen, auf denen gezeigt wird, wie ein Heilkundiger die Nase seines Patienten mit Stäbchen reizt. Die heutige Form der Sympathico-Therapie wurde in den 1930er Jahren von verschiedenen Hals-Nasen-Ohren-Ärzten parallel entwickelt, die entdeckten, dass auch im Nasenraum Reflexzonen vorhanden sind. Als „Vater“ der Nasenreflexzonentherapie gilt der Berliner Hals-Nasen-Ohren-Arzt Wilhelm Fliess (1858-1928), der eine Beziehung zwischen bestimmten Bereichen der Nasenschleimhaut und weiblichen Geschlechtsorganen herstellte. Im Jahr 1932 veröffentlichte der Franzose Paul Gillet ein Buch mit dem Titel „La Sympaticothérapie“ und der deutsche Allgemeinmediziner Niels Krack brachte 1975 ein Buch heraus mit dem Titel „Nasale Reflex-Therapie mit ätherischen Ölen“. Das Buch, in dem Krack detailliert die Massage der Nasenschleimhaut mit ätherischen Ölen beschrieb, ist seither mehrmals neu aufgelegt worden und gilt als Standardwerk für die Nasenreflexzonentherapie. In Frankreich ist die Methode, die vor allem von naturheilkundlich orientierten Ärzten und Therapeuten angewendet wird, unter dem Namen Sympathico-Therapie bekannt geworden.

Die Erkrankung eines inneren Organs kann Veränderungen in den entsprechenden Reflexzonen erzeugen. Beispielsweise können Herzerkrankungen Schmerzen an der Innenseite des Arms hervorrufen. Ursache hierfür sind Nervenverbindungen zwischen den inneren Organen und den Reflexzonen. Diese Verbindungen macht man sich zu Nutze, um durch die Manipulation der betroffenen Reflexzonen die Funktion der zugehörigen inneren Organe zu beeinflussen.

Bei der Sympathico-Therapie werden diejenigen Reflexpunkte gereizt, die auf der Schleimhaut im Innern der Nasenmuscheln liegen. In diesen Reflexzonen enden zahlreiche Nerven des sympathischen Nervensystems (daher die Bezeichnung Sympathico-Therapie). Die Behandlung hat eine direkte und eine indirekte Wirkung: Zum einen ruft die Reizung der Nasenschleimhaut unmittelbare Reaktionen wie Niesen, Tränen der Augen und vermehrten Speichelfluss hervor, die eine gründliche Reinigung der Nase, der Nasennebenhöhlen und des Mund- und Rachenraums bewirken. Zum anderen wird durch die Behandlung indirekt das neurovegetative Nervensystem angeregt und dadurch nervös bedingte funktionelle Beschwerden und Erkrankungen positiv beeinflusst.

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